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Literatur
Hier haben wir für Sie einige Bücher
und Reiseführer durchgeblättert. Eigentlich ist ein normaler
Wander-Reiseführer auf dem Jakobsweg aber gar nicht nötig
- wenigstens unterwegs. Denn verlaufen kann man sich wirklich (fast)
nicht: Der Weg ist zumindest in Spanien hervorragend ausgeschildert
(nach eigener Erfahrung bis auf die Stadt Burgos, in León
bin ich dann gleich mit dem Bus gefahren), zur Streckenplanung aber
lohnenswert. Auch unterwegs ist es praktisch, wenn man weiss, wie
lange man den Rucksack noch tragen muss...
Die Reihenfolge der Auflistung ist rein zufällig, sie sagt
nichts über die Qualität der Bücher aus.
Sternchen gibts nur für selbst getestete Bücher. Wie immer
subjektive Wertung. Die kursiven geschriebenen Texte sind Zitate
(meist aus dem Klappentext).
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- Nordspanien und der Jakobsweg von Andreas Drouve (Verlag
Reise Know-How)
ISBN 3-89416-864-1
Taschenbuch mit 480 Seiten, DM/Fr. 39,00; € 19,90
Mit etlichen Tipps und 24 Seiten (nicht übermässig
detaillierten) Karten im Massstab 1:700000. Recht schwer, also
besser daheim studieren und sich das Wichtigste herauskopieren.
Aufbau manchmal etwas chaotisch, aber doch reizvoll. Der Jakobsweg
wird recht knapp beschrieben. Kurze historische "Exkurse".
Eher Nordspanien als Jakobsweg. Zweite Auflage 2001.
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- Jakobsweg - Outdoor Handbuch Band 23 von Michael Kasper
(Verlag Conrad Stein)
ISBN 3-89392-123-0
Taschenbuch mit 157 Seiten, DM/Fr. 24,80
"Das gelbe Büchelchen": Die
direkte Konkurrenz zu Ulrich Wegners Wanderführer. Format
etwa A6. Klein, leicht, informativ. Leider sind bloss die Pilgerherbergen,
nicht aber Ausweichmöglichkeiten auf Hotels angegeben.
Eigentlich reine Wegbeschreibung ohne grosse Karten oder Höhenprofile.
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- Kleines PilgerABC von Martin Thull, mit Zeichnungen
von Sieger Köder (Verlag Martin Zentgraf)
ISBN 3-928542-52-4
155 Seiten, Format 18 x 11 cm, 13,80 Euro
"Das erste deutschsprachige Pilgerlexikon
wendet sich an die, die sich gerade in der Vorbereitung auf
diesen Weg befinden. Es vermag zudem dem einen oder anderen
auf dem Weg selber Anregungen zum Nachdenken zu geben. Und möglicherweise
versteht mancher Heimkehrer das Erlebte besser, liest er dieses
oder jenes Stichwort."
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Flyer
zum Buch |
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- Der spanische Jakobsweg von Dietrich Höllhuber
und Werner Schäfke (Verlag Dumont)
ISBN 3-7701-4862-2
Taschenbuch mit 353 Seiten, ca. DM/Fr. 50
Reich bebilderter Kunstreiseführer, nicht
einmal die Grundrisse der grösseren Kirchen fehlen. Keine
Sternchen, da ich ihn nicht so genau angeschaut habe. Macht
von der Aufmachung her aber einen hervorragenden Eindruck.
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- Spaniens Norden - Der Weg nach Santiago
von Helmut Domke (Verlag Prestel)
ISBN 3-7913-0280-9
gebunden, ca. DM/Fr. 50
Dieser Band möchte ein Landschaftsbuch
sein... Mein Lieblingsbuch über den Jakobsweg, auch
eines meiner Lieblingsbücher überhaupt. Viele Kunst-,
Architektur- und Landschaftsbeschreibungen. Einige wenige Fotos.
Domke beschreibt aber so liebevoll, dass man direkt enttäuscht
ist, wenn man die Realität vor sich sieht. Auch ist er
an manchen Stellen durchaus nicht so objektiv, wie es ein Reiseführer
eigentlich sein sollte. Aber gerade das zusammen mit seiner
sehr persönlichen Schreibweise machen den Reiz dieses Buches
aus. Neuauflage 1999 mit Farbfotos. Edler Leineneinband, Merkbändchen.
Dieses Buch gehört in Ihre Bibliothek!
Ich habe auf der Homepage immer wieder aus dem Buch zitiert.
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- Wege der Jakobspilger von Walter Töpner (Paulinus
Verlag)
ISBN 3-7902-1310-1
250 Seiten
Rheinland, Eifel, Lothringen, Burgund. Ich
zitiere aus der E-mail von Herrn Dr. Töpner: "In meinem
Buch beschreibe ich den Abschnitt von Köln bis Vézelay.
Dies ist der einzige Führer, der den Weg von Deutschland
über die Grenze bis tief nach Frankreich hinein beschreibt.
(...) Weitere Anschlussbände mit der gleichen Konzeption
sind in Vorbereitung: Deutschland: Von der Elbe bis zum Rhein
(Magdeburg-Köln) und Frankreich: Burgund bis zu den Pyrenäeen
(Vézelay - Roncesvalles). Alle Wege, die ich in meinen
Büchern beschreibe bin ich selbst gegangen. Insgesamt war
ich 15 Jahre auf europäischen Jakobsstrassen zu Hause,
habe viel Wegerfahrungen allein und mit Mitpilgern gesammelt,
und habe viel gesehen und erlebt. Die letzten Jahre war ich
auf der Strecke von Köln - Lüttich - Paris - Poitiers
unterwegs.
(...) Das Buch will nicht nur ein Reiseführer im üblichen
Sinne sein und Kunst und Kultur in den verschiedenen durchwanderten
Regionen nahe bringen, sondern auch die religiösen und
praktischen Fragen, die sich einem Pilger unterwegs stellen,
wie Unterkunft, Verpflegungsmöglichkeiten und Meditation,
behandeln. Durch Tipps und praktische Weghilfen wird der Reisende
bei seinen Wanderungen unterstützt, und der Leser erhält
die Möglichkeit, sich genau über den Wegverlauf und
die durchwanderten Landschaften zu informieren. Der Führer
informiert über die Städte, Dörfer, Kirchen,
Klöster Burgen und Schlösser und ihre Historie. Ein
eigenes Kapitel gibt in kurzer und kompakter Form in einer Art
zusammenfassendem Streckentelegramm zusammenfassend Auskunft
über alle Wegabschnitte und jede Tagesetappe mit Kilometerangaben,
Sehenswürdigkeiten und übernachtungsmöglichkeiten,
so dass sich der Reisende auch an dieser Information orientieren
kann."
Herr Dr. Töpner hat mir freundlicherweise einige Berichte
zum Download zur Verfügung gestellt
(*.doc; gezippt).
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- Die Kirche und der Wirt - Auf bayerischen Jakobswegen
von Herbert Schöne (TR-Verlagsunion, Best.-Nr. 29 051)
ISBN 3-451-27249-0
Taschenbuch mit 64 Seiten, ca. DM/Fr. 13
Hier werden die Kirchen samt zugehörigen
Wirtshäusern auf zwei Strecken beschrieben: Von Passau
nach Innsbruck und durch die Oberpfalz nach Regensburg. Wie
der Name schon sagt, beschränkt sich das Büchlein
im Wesentlichen auf die Beschreibung dieser zugegebenermassen
wichtigen Einrichtungen. Um den Weg zu finden, sollte man sich
allerdings noch eine Karte zulegen.
Ich habe es bei Amazon entdeckt, man kann es aber auch direkt
beim Bayerischen
Rundfunk bestellen.
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- Der Jakobsweg - Auf der Route der Sehnsucht nach Santiago
de Compostela von Ulrich Wegner (Verlag Herder)
ISBN 3-451-27249-0
gebunden 
Der schönste Bildband, den ich bisher
über den Camino gefunden habe. Fundierte, manchmal etwas
spitzfedrige Texte, viele Hintergrundinformationen, Geschichte,
eigentlich alles, was das Herz begehrt. Bloss die Fotos sind
in der Qualität zum Teil ziemlich mässig, kein Vergleich
zum Beispiel mit den grandiosen Bildbänden Helfried Weyers
oder Reinhard Wolfs. (Man sollte ihn mal darauf aufmerksam machen...)
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- Der Umweg nach Santiago von Cees Nooteboom (Verlag Suhrkamp)
ISBN 3-518-39053-8
Taschenbuch mit 401 Seiten, DM/Fr. 22.80
Schreiben kann er ja, der Herr Nooteboom.
Wenn man sich erst einmal eingelesen hat, fühlt man sich,
als wäre man selbst in der Kathedrale, die er gerade beschreibt.
Es ist wirklich kein schlechtes Buch, aber auf die Dauer etwas
eintönig. Am besten ist es, sich immer nur einige Seiten
vorzunehmen, dann lässt es sich recht gut lesen. Allerdings
fährt er mit dem Auto und ausserdem eine ganz andere Strecke
als den eigentlichen Pilgerweg. Ausserdem könnten sich
religiösere Naturen durch manche seiner Ausdrücke
verletzt fühlen. So spricht er bei der "Schwarzen
Madonna" von einem "Götzenbild" oder bei
einem griesgrämigen Dorfpfarrer von einem "grantigen
Pfaffen". Fazit: Geschmackssache.
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- Auf dem Jakobsweg von Paulo Coelho (Diogenes-Verlag)
ISBN 3-257-23115-6
Taschenbuch mit 266 Seiten, DM/Fr. 16.90, öS 123.00
"... Diesen langen Weg durch die rauhen,
leeren Landschaften Nordspaniens ging im Sommer auch Paulo Coelho.
Als Mitglied einer alten katholischen Bruderschaft war ihm soeben
aufgrund mangelnder Demut die Meisterweihe verweigert worden.
Der einzige Ausweg aus der Krise: den Pilgerpfad nach Compostela
zu beschreiten, um "sich selber kennenzulernen" und
um zu erfahren, dass "der Weg der Erkenntnis allen Menschen
offensteht und bei den einfachen Dingen beginnt"."
Sehr persönlich geschriebener Pilgerbericht, übrigens
Coelhos erstes Buch. Die spirituellen Erfahrungen des Herrn
Coelho sind nicht die meinen.
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- The Camino von Shirley MacLaine
"Through a range of astonishing and
liberating visions and revelations, Shirley saw into the meaning
of the cosmos, including the secrets of the ancient civilisations
and revelations of Atlantis and Lemuria, insights into human
genesis, the essence of gender and sexuality, and the true path
to higher love..."
Vielen Dank an Ulrik Neumann für den Tip. Mehr auf der
Homepage www.shirleymaclaine.com.
(Ich muss gestehen, dass ich gegenüber der Esoterik eher
skeptisch eingestellt bin.)
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- Immer weiter, Santiago zu von Martin Thull (Verlag Manfred
Zentgraf Volkach)
ISBN 3-928542-30-3 (2. Auflage 2000 )
100 Seiten, Format DIN A5, € 10,90
"Notizen vom Jakobsweg in Nordspanien. Keine
Reisebeschreibung, sondern atmosphärische Verdichtung.
Der Autor lässt Weg und Menschen auf sich wirken und vermittelt
– zuweilen mit Augenzwinkern – Gedankensplitter
und sehr persönliche Eindrücke. Hinweise zur Vorbereitung
und Reisedurchführung sowie eine Liste mit weiterführender
Literatur runden die Texte ab."
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Flyer
zum Buch |
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- Mein Jakobsweg von Christoph Kern (Iatros-Verlag)
ISBN 3-937439-05-6 (Neubearbeitete Auflage 2004)
144 Seiten, € 12,85
"Ein Mann mittleren Alters macht sich auf,
1.000 km des Jakobsweges zum Grab des heiligen Jakobus in Santiago
de Compostela zu gehen.
In diesem Buch schildert er seine Erlebnisse auf der Wanderung.
Es sind Erlebnisse der menschlichen Freundschaft, der Begegnung
mit anderen Pilgern, der Unmittelbarkeit der Natur und der äußeren
Gefahren. Vor allem aber sind es Erlebnisse der inneren Auseinandersetzung
mit widerstreitenden Gefühlen und schließlich der
inneren Einkehr. Der Mann, der in Rheinhessen aufgebrochen war,
war ein Suchender und Tastender. Der Mann, der in Santiago de
Compostela ankam, hatte auf seiner langen Wanderung zu sich
selbst gefunden.
Dieses Buch ist ein doppelter Reisebericht – der Reise
nach Santiago de Compostela und der Reise zum eigenen Ich und nicht immer
ist klar, welche Reise eigentlich beschwerlicher ist."
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- Nordspanien von Thomas Schröder (Verlag Michael
Müller)
ISBN 3-923278-78-0
Taschenbuch mit 480 Seiten, DM/Fr. 36,80
Sehr guter, aktueller Reiseführer, der
aber auf den Jakobsweg aber eher nur am Rande eingeht. Dafür
gibt er etliche Tips zu Anreise, Unterkunft etc. Für Nordspanienreisende
abseits des Jakobswegs eine gute Wahl.
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- walk & talk von Barbara Knoll (Verlag Thomas Schreiber)
ISBN 3-927895-06-7
Taschenbuch, DM/Fr. 13,80
Sprachführer, Reiseknigge, Praxistips.
Recht guter Sprachführer, Lautschrift nicht nach Norm.
Der Langenscheidt wirkt professioneller, der Eindruck täuscht
aber: Der hier bietet eigentlich alles, was man so braucht.
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siehe auch "Ausrüstung" |
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- Der Bauer des Königs von Pedro Fernández (btb Taschenbücher
im Goldmann-Verlag)
ISBN 3-442-72556-9
Taschenbuch, DM/Fr. 20.00, öS 146.00
Spanien im 13. Jahrhundert: Als er an den
königlichen Hof in Toledo gerufen wird, glaubt der französische
Dominikanermönch Rauol de Hinault noch an einen einfachen
diplomatischen Auftrag. Doch König Alfonso hat anderes
mit ihm vor: In geheimer Mission schickt er Rauol auf eine Pilgerfahrt
nach Santiago de Compostela. Dort soll der Mönch einen
geheimnisvollen Mordfall aufklären. Rauol gehorcht - und
gerät mitten in ein grosses Abenteuer...
Ich habe nicht das ganze Buch gelesen, der Anfang war aber
recht gut geschrieben.
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- Tod am Nachmittag von Ernest Hemingway (Rowohlt Taschenbuch
Verlag)
1490-ISBN 3-499-10920-4
Hemingways berühmtes Buch über
die Kunst des Stierkampfes. Der Dichter der männlichen
Bewährung analysiert hier präzise und engagiert Zeremoniel
und Kampfritual eines zuchtvollen Spiels mit dem Tode.
Ehrlich gesagt, ich bin nicht über die ersten drei Seiten
hinausgekommen. Dafür konnte ich mit dem Vokabular der
ersten paar Seiten eine kleine Diskussion über den Stierkampf
führen, auf französisch, wie gesagt.
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- Das Hühnerwunder von Willi Fährmann, Bilder
von Gabriele Hafermaas
(Verlag Echter)
ISBN 3-429-01713-0
gebunden, 24 Seiten
ab 6 Jahre
Ein sehr schönes Bilderbuch über
das Hühnerwunder von Santo Domingo.
Das Wunder klärt sich schliesslich so auf, dass die Wirtin
des Richters die schönen Hühner, die in der Geschichte
der Mutter des Angeklagten gehören, für sich behielt,
anstatt sie zu schlachten und dem Richter zwei ihrer eigenen
vorsetzte.
So bewahrheitet sich der Spruch des Richters (hier: "Wenn
die Hühner noch leben, kommt der Sohn frei!"), die
Tochter des Wirts Isabella gesteht, Sohn Jakob kommt frei. Niemand
wird letzten Endes hingerichtet, dafür stiftet der Wirt
einen Hühnerkäfig. Die Mutter schenkt ihre beiden
Hühner her, die man übrigens immer noch bewundern
kann...
Eine andere Version der Legende lässt sich in "Geschichte
und Geschichten" nachlesen.
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