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Sutta Pitaka
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Die Übersetzungen auf dieser Web-Site haben die englischen Ausgaben auf www.accesstoinsight.org als Vorlage und die deutschen Versionen von www.palikanon.com/ als Vergleich.
Meine Absicht mit "eigenen" Übersetzungen besteht darin, für mich selber, eine zusätzliche möglicherweise etwas modernere deutsche Version zu schaffen. Es ist für mich interessant als Vergleich und nicht als Ersatz. Wer der englischen Sprache mächtig ist, dem schlage ich vor die Suttas auf der Site www.accesstoinsight.org zu studieren.
Die folgenden Übersetzungen sollten deshalb nicht als authentische Suttas angesehen werden (das direkte Wort des Buddha), sondern als meine Wiedergabe oder Interpretation davon.
Was das Erbe Buddhas, dem (modernen) Wanderer „vorzustellen“ vermag, gilt nicht mehr „an sich“, es bedarf der Um-Gestaltung, der Um-Formung durch die künstlerisch-lebendige (selbst) Darstellung der (jeweiligen) Persönlichkeit. Nicht das ehrfürchtig verwunderte Staunen vor alten Büchern und Bildern, vor Worten und Traditionen genügt oder hat je genügt. Auf den lebendig gewordenen Begriff kommt es an, und der entsteht aus Dialog.
Aus diesem Grund rate ich allen,
die sich vertieft mit der Buddhalehre befassen wollen, die best mögliche Übersetzung
selber zu finden.
Buddha finden wir nur in uns und die "Lehre" finden wir auch nur in
uns. (inwendig in uns, verborgen)
Die Suttas sind für mich ein "Ab-Bild" der Buddha-Lehre, nur ein
"Ab-Glanz" der eigenen Buddha-Natur.
Ihr "Geruch" kann uns jedoch helfen die "Fährte"
aufzunehmen und den
noblen achtfachen Pfad zu finden.
Ich betreibe mit dem Pali-Kanon
keine Textanalyse und keine philosophisch-theologischen Studien, finde aber
immer wieder interessante Anhaltspunkte und viele ausserordentlich wertvolle
Anleitungen zur geistigen Entwicklung.
Der Pali-Kanon ist eine Schatzkammer des geistigen Wissens
und wir können, dieses "fremde" Wissen, durch eigene
Verwirklichung,
(was wir daraus machen) in uns selbst entdecken und "wieder"
erkennen. Das ist der Zweck der Suttas und sie (oder die Erkenntnis die
entsteht) sollten nicht zu einem
Objekt des Anhangens werden.
Der Korb der Lehrsätze
Wie der Name "Korb der Lehrsätze" sagt, sind die Suttas (ursprünglich) genaue Aussagen. Durch genaues befolgen dieser "Anweisungen" (sollten) wir zum genau beschriebenen Resultat kommen. Die "Anweisungen" sind jedoch genauer betrachtet Anweisungen zu eigener Verwirklichung und nicht Aufforderung zur Nachahmung von "Ratschlägen" und Geboten.
Jedes Wort und jede Gleichung
sollte exakt definiert und präzise (selbst ausgearbeitet) sein, denn Worte
ändern mit der Zeit ihre Bedeutung, und werden in
ihrer Aussage trüber, schwammiger oder gehen an den "modernen geistigen
Realitäten" vorbei.
Die Art und Weise wie ein Europäer in 21.Jh. wahrnimmt, ist so grundverschieden
von der Wahrnehmung eines Inders vor 2500 Jahren,
dass die selben Beschreibungen nicht mehr die selben Bedeutungen
haben können.
Nehmen wir als Beispiel das Pali-Wort
Dukkha.
Kein mir bekanntes deutsches Wort wird der Definition von Dukkha wirklich 100%
gerecht. Leiden, Schmerz, Unzulänglichkeit, Übel, Stress kommen der Wirklichkeit nur
nahe, sind aber nicht exakt genug, um uns die ganze Bedeutung zu vermitteln.
In
den Suttas werden alle relevanten Begriffe näher erläutert und
erklärt, um den jeweiligen Zuhörer genaust möglich zu informieren. Der Zuhörer
hat aber vor 2500 Jahren gelebt und dieser Tatsache sollten wir Rechnung tragen.
Als Beispiel sei das ambivalente Verhältnis des Pali-Kanons zur Frau und ihrer Stellung in der Buddhistischen Gesellschaft erwähnt.
Nach den Suttas zu schliessen, kann eine Frau nicht im jetzigen Leben zur vollen Verlöschung kommen, das ist (nach den Suttas) nur mit einem männlichen Körper möglich.
Das Ziel der Lehrsätze, ist immer das Beschreiben der wirklichen Natur der Phänomene, um damit dem Zuhörer die Möglichkeit zu geben, durch eigene Beobachtung, selber zur rechten Erkenntnis zu kommen. Wir müssen das Gehörte für uns "übersetzen" und durch eigene Beobachtung, Wissen und Konzentration, die Natur der Dinge selber erkennen und durch-schauen.
Die Lehrreden des Buddha haben den Zweck der Förderung von Wissen.
Wissen (Nicht-Täuschung) kommt auf drei Arten zustande:
1. Durch eigenes Nachdenken entstandenes Wissen, ohne Hilfe von Dritten. (cintá-mayá)
2. Durch lernen entstandenes Wissen, durch die Darlegungen von Dritten. (suta-mayá)
3. Durch die Entwicklung mentaler Fähigkeiten entstandenes Wissen, im Zustand der vollen geistigen Konzentration. (bhávaná-mayá)
Der Zweck der Suttas ist, "Wissen das durch lernen entsteht", zu entwickeln.
„Diese fünf Belohnungen resultieren aus dem Zuhören des Dhammas (Lehre Buddhas). Welche fünf?
(1) "Man hört das, was man noch nicht gehört hat.
(2) Man klärt, was man vorher
gehört hat.
(3) Man entledigt sich des Zweifels.
(4) Ansichten werden
berichtigt.
(5) der eigene Geist wird gelassen."
„ Das sind die fünf Belohnungen, die aus dem Zuhören des Dhammas resultieren.“ (Dhammassavana Sutta AN V 202)