Erkenntnis ist Handlung
Erkenntnis die Auswirkungen hat,
Verdienst schafft und
in Erwerb resultiert.
Wir erkennen die Logik der drei Daseinsmerkmale,
und als Konsequenz davon, die vier edlen
Wahrheiten.
Diese Erkenntnis hat Auswirkungen und schafft Verdienst, der im
Erwerb resultiert.
Wenn wir die Daseinsmerkmale erkennen, schaffen wir uns,
durch die richtige Lebenseinstellung, die mentale Ruhe,
die nötig ist um die direkte Schauung zu erlangen (erwerben).
Es gibt Früchte und Auswirkungen von guten
oder schlechten Taten.
Nur "rechte" oder "gute" Taten haben als Auswirkung Ruhe,
nur sie "beruhigen" den Geist und ein ruhiger Geist ist erste
Voraussetzung für
richtige Betrachtung und Vertiefung (Verinnerlichung).
Ein unruhiger Geist "produziert"
unruhige Bilder und ist unsicher und verwirrt,
seine Handlungen sind unstet und ziellos, er wandert ziellos umher in
ständiger Agitation.
Erkennen ist Wandern und die Wanderung ist der Pfad des Erkennens.
Vom einem Zustand in den anderen, von einer
Erkenntnis zur anderen,
jede Veränderung eine Handlung, ein Schritt.
Der Körper und der Geist, genannt "die
Person",
handelt und wird behandelt
Körper und Geist verändern und werden verändert,
handeln und sind Handlung,
erkennen und sind Erkenntnis (werden erkannt)
Das Gewordene ist durch willentliche Handlung
entstanden und seine Verwirklichung
(Veränderung und Vergehen) ist willentliches Handeln,
das Gewordene ist entstanden um angemessen zu handeln.
Erkenntnis ist Kamma und schafft
Kamma
erkennen ist eine willentliche (mentale) Handlung.
Rechte Erkenntnis schafft willentliche (mentale) Handlungen die zum Verlöschen
führen.
(Erkenntnis die keine Auswirkungen hat, und nicht zu Erwerb, sondern zum
Verlöschen führt.
Erkenntnis schafft willentliche Handlung die,
mit (durch)
rechter Absicht (Gesinnung), als
rechte Rede,
rechtes Tun,
rechten Lebenswandel,
rechter Anstrengung,
die gesunden Eigenschaften fördert und
zu mentaler Ruhe führt.
Ein beruhigter Geist kann in
rechter achtsamer Betrachtung, die Daseinsmerkmale praktisch erkennen
und durchschauen.
Diese Durchschauung ist mehr wie das logische Wissen, es ist ein
"durchdringendes" Wissen
(Objekt und Subjekt des Wissens durchdringen einander)
Durch rechte Konzentration (auf das Objekt der Erkenntnis)
erlangen wir die rechte Methode (den NOBLEN achtfachen Pfad),
die zur Ungebundenheit (Nibbana) führt.
„Das ist der direkte Weg zur vollen Reinheit der Wesen, der zur Überwindung von Kummer, Klage und Leid, zum Verschwinden von Schmerz und Stress, zur Erlangung der rechten Methode und zur Realisation der Ungebundenheit führt, nämlich die vier Grundlagen der achtsamen Betrachtung.
Durch Erkennen im Zustand der
Vertiefung (Jhana) kommt
Durchschauung,
(rechtes Erkennen) das Handeln wird frei.
Der Gesegnete sprach: "Und was sind die
Phänomene die erkannt (durchschaut)
werden müssen? Form ist ein Phänomen das durchschaut werden muss.
Gefühl, Wahrnehmung, Gestaltungen und Bewusstsein sind Phänomene
die
durchschaut werden müssen.
Dies nennt man die zu durchschauenden Phänomene."
Die Merkmale die allen Phänomenen eigen sind werden durchschaut,
in und durch,
Gefühl, Wahrnehmung, Gestaltungen und Bewusstsein.
"Und was ist erkennen (durchschauen)? Das Enden (Versiegung) der Begierde,
des Hasses und der Täuschung, das nennt man
Erkenntnis (Durchschauung)." SNXXII 23
Das Durchschauen ist das Beenden der Begierde,
denn ist "Es" einmal durchschaut,
versiegt (durch Mangel an Anhaften und identifizieren) die Begierde
"automatisch", d.h. sie ist damit zerstört.
Er beachtet angemessen, beobachtet und
erkennt: Das ist Dukkha, das ist der
Ursprung von Dukkha, das ist die Beendigung von Dukkha, das ist der
praktische Weg der zur Beendigung von Dukkha führt. Wie er das alles der
Wirklichkeit entsprechend betrachtet wird er von drei Fesseln befreit,
nämlich
der Fessel des Ich-Glaubens,
der Fessel des Zweifels und
der Fessel
der Ansichten und Gewohnheiten.
Das sind die Täuschungen die durch Erkennen
überwunden werden müssen.
Zuerst sehen wir eine Logik in den vier
edlen Wahrheiten und den Merkmalen
die allen Dingen (Phänomenen) eigen sind:
Vergänglichkeit (anicca)
Stress, Elend, Leiden (dukkha)
Ich-Losigkeit, Unpersönlichkeit (anatta)
dann mit rechter Gesinnung
schaffen wir durch rechte Rede, rechtes Tun und rechten Lebenswandel die
moralische Grundlage für mentalen Frieden.
(alles Aktivitäten die eine Zunahme der Erkenntnis bewirken)
in rechter achtsamer Betrachtung vertiefen
wir die Erkenntnis, wir fangen an
zu begreifen.
Wir erhalten Einsicht in die Natur der Phänomene, die Unbefangenheit stellt
sich mehr und mehr ein, Leidenschaftslosigkeit
entsteht. Wir sehen die Vorteile des Verzichts auf sinnliche Vergnügen.
mit rechter mentaler Konzentration erkennen
wir nun die Befreiung. (auch des
Handelns)
Erst mit rechter Konzentration durchschauen wir den Ich-Wahn, und die
Fesseln von Ansichten und Gewohntheiten. Es ist jetzt
nicht mehr "Ich" das durchschaut, sondern die Durchschauung steigt
real als Bewusstseinszustand auf.
So entwickelt sich aus konventionellem
(intellektuellem) Erkennen, edles
Erkennen, aus dem Pfad der noble Pfad und
aus edlem Erkennen Durchschauung und Erkenntnis der Befreiung,
Ungebundenheit. (Nibbana)
Mit rechter achtsamer Betrachtung kann die
Einsicht in die Natur der
Phänomene so stark (werden) sein,
dass mit der ersten (starken) mentalen Konzentration die Durchschauung
erfolgt, die Konzentration muss mMn in Einklang mit
der schon gewonnenen Einsicht (in die Natur der Phänomene) sein
(die Person muss wissen was abläuft)
und beides, Konzentration und Einsicht, müssen praktisch und persönlich
geschaffen sein.
(Alles Handlungen und Aktivitäten, ohne
Unterlass.
Auch da wo die Aktivität nachlässt (Ruheorte), in
rechter Konzentration, ist noch nicht das verlöschen.)
Aktivität kann nun frei von Hass und Begierde
sein (beides ist Anhangen am ICH)
und auch frei von Unwissen.
(Unwissen ist nicht einfach das Gegenteil von "alles wissen", ein
spontanes
angemessenes Handeln muss nicht
wissen,
ist aber trotzdem frei von Unwissen)
Erkennen ist der praktische Pfad und der
praktische Pfad ist erkennen,
und erst jetzt mit der persönlichen und direkten "Schauung",
erreicht der noble oder "rechte" achtfache Pfad Realität.
Durch die Handlung (der vertieften Konzentration)
wird die Erkenntnis real erfahren und diese Erfahrung
befreit uns (als Person)
vom Ich-Wahn,
und den Fesseln von Ansichten und Ritualen (Gewohnheiten,
Riten)
Jetzt steigt das Bewusstsein des Pfades auf der zur Ungebundenheit (Nibbana) führt.
Solange Körper und Geist sind, solange
handelt die Person,
Nicht-Hass und Nicht-Gier (mit oder ohne Wissen) sind die Motivation zum
Handeln,
jetzt ist das Tun befreit aber nicht weniger real,
nur einfach angemessen, zur vollen Ungebundenheit.
Vorher war die Motivation Ich-bezogen (die
Fessel des Ich-Glaubens war noch
nicht gesprengt)
Vorher war die Motivation zu einer Willensanstrengung glücklich zu sein,
körperliche Entspannung,
angenehmes Erleben, mentale Konzentration,
oder wir suchten Einsicht in die Natur der
Phänomene, Unbefangenheit, Leidenschaftslosigkeit, Befreiung,
all das Ich-bezogen.
Nach dem Erkennen der Illusion "Ich" wird das Handeln befreit,
es hört aber nicht auf.
Erkenntnis der Befreiung, geschaffen durch Handlung.
Erkennen kann nur die aktive Person als
Körper/Geist, d.h. Erkenntnis steigt auf
als eine Realität, die aufsteigt und vergeht, die weder eine
Person (Ich) noch eine Entität ist, aber von Bedingungen abhängt.