Bildschirmaufnahmen
(rw) Das Wichtigste bei Bildschirmaufnahmen ist die Belichtungszeit. Da der Bildschirm zeilenweise aufgebaut wird, muss so lange belichtet werden, bis der ganze Bildschirm vollständig "beschrieben" ist. In der PC-Praxis bedeutet dies eine Belichtungszeit von mindestens 1/30 Sekunde (TV: mindestens 1/15 Sekunde). Diese relativ langen Zeiten ergeben nur bei Verwendung eines Stativs scharfe Bilder. Um geometrische Verzerrungen durch die Wölbung des Bildschirmes möglichst zu vermeiden, sollte man ein Zoom- oder Teleobjektiv mittlerer Brennweite verwenden. 100 - 135 mm sind gerade richtig. Man achte auf eine exakte axiale Ausrichtung der Kamera (senkrecht zur Bildschirmebene). Um den gewölbten Bildschirm bis in die Ecken scharf abzubilden, ist eine Abblendung auf Blende 8,0 zu empfehlen. Dass sich dadurch die Belichtungszeit verlängert, spielt bei unbewegten Computer-Bildern keine Rolle. Die Verwendung des Autofokus ist ohne weiteres möglich. Moderne Kameras sollten dabei mit dem Bildschirm keine Probleme haben. Das gleiche gilt für die Belichtungsautomatik (auf Zeitautomatik stellen). Die Raumbeleuchtung ist so gering wie möglich zu halten um Reflexe auf der Bildröhre zu vermeiden. Als Aufnahmematerial kann man jeden normalen Farbfilm (Dia oder Negativ) für Tageslicht verwenden.
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