Herkunft und Geschichte des Westie

Seit Mitte der 80er Jahre erfreut sich der "West Highland White Terrier" (kurz Westie genannt) steigender Beliebtheit, und er ist aus dem heutigen Strassenbild kaum mehr wegzudenken. Doch das Erscheinunsbild dieses kleinen Hundes täuscht. Trotz der kurzen Beine und Ihres kompakten Körpers, können diese Hunde tatsächlich Füchse und Otter jagen. Mit zunehmendem Interesse an dem kleinen weissen Kobold stellt sich immer häufiger die Frage nach der Herkunft dieser Rasse.
Wie der Name schon verrät, stand die Wiege dieses Terrier im westlichen Schottischen Hochland. Sie erheben sich vor der nördlichen Westküste Schottlands. In dieser schroffen und felsigen Landschaft wurden kleine robuste Terrier für die Jagd auf Füchse, Wildkatzen, Otter und Dachse gebraucht. Die anstrengende Jagd verlangte viel Courage und Ausdauer und das rauhe Klima erforderte eine robuste Konstitution. Neben der Jagd hatten die Hunde auch Haus und Hof ihres Besitzers zu bewachen.
Den wichtigsten Zweig der Vorfahren des Westie bilden im 18. Jahrhundert die Poltalloch- Terrier aus Agryllshire. Colonel Malcolm hatte bei der Jagd seinen rötlich-braunen Terrier mit einem Fuchs verwechselt und erschossen. Dies veranlasste ihn, weisse Arbeitsterrier zu züchten. Er war es auch, der sich stark dafür einsetzte, diese Rasse "West Highland White Terrier" zu nennen.
Aber erst 1910 kamen die ersten Westie's aufs Festland. Zuerst wurden sie "Schottische Terrier" genannt; erst 1925 wurde im deutschsprachigen Raum der Name "West Highland White Terrier" anerkannt.
Der heutige Westie ist ein anmutiger, fröhlicher Haushund, der seine jagdlichen Eigenschaften grösstenteils verloren hat. Obwohl die heutige Generation sich auch in Wohnungen wohlfühlt, brauchen Westie's immer noch viel Auslauf und Aufmerksamkeit.
Die Wesensmerkmale des Westie


Bei konsequenter Führung ist die Erziehung des Westie auch für einen Anfänger sehr leicht. Seine Aufgewecktheit und Verspieltheit lassen ihn mit Freude lernen, mit Begeisterung übt ein auch kleine Tricks ein. Seine hohe Intelligenz lässt ihn aber auch schnell die Schwächen seines Besitzers entdecken, und mit viel Charme und Raffinesse weiss er bald seinen Kopf durchzusetzen, ohne dass sich sein Besitzer darüber bewusst wird. Der Westie ist sehr genügsam und stellt keine hohen Ansprüche.
Aufgrund seiner Grösse und Ausgeglichenheit wird sich ein Westie auch im kleinsten Appartement wie ein König fühlen, wenn er die nötige Zuwendung von seinem Besitzer bekommt und mindestens viermal am Tag ausgeführt wird. Davon sollte zumindest ein Spaziergang die Dauer von mindestens einer halben Stunde haben und ihm Gelegenheit bieten, sich frei und ungezwungen zu bewegen und mit Artgenossen zu spielen. Der vielgelobte Garten ersetzt übrigens für keinen Hund den täglichen Spaziergang; er braucht den Kontakt zur Umwelt und den Artgenossen.
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Die Beschaffenheit des Felles hat den positiven Nebeneffekt, dass er nicht haart. Statt dessen muss der Westie aber viermal im Jahr getrimmt werden, damit sich das Haar erneuern kann und der Hund gepflegt aussieht. Ansonsten besteht die Haarpflege aus gründlichem Bürsten, zwei- bis dreimal wöchenlich.
Einen erwachsenen Westie ab und zu einmal für 2 - 3 Stunden allein zu lassen, muss dem Besitzer kein schlechtes Gewissen verursachen. Dafür macht die ausgeprägte Neugier den Westie zu einem begeisterten Autofahrer; aber auch Tier- und Werbefilme im Fernsehen sieht er mit Interesse an.
