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Der Leader
und Captain der Hawks stellte sich heute spontan der Presse zur
Verfügung und berichtet über seinen Einstand bei den Indianern,
über die Leistungen des Teams und über die bevorstehenden
harten Spiele.
Hola
Mister Yzerman. Bereits sind zehn Spiele in der neuen Saison gespielt.
Sind sie zufrieden mit dem ersten Monat?
Nach
der harzigen Vorbereitung und dem schlechten Abschneiden beim Original
Six Turnier ahnten wir nichts Gutes und dies bestätigte sich
auch im ersten Saisonspiel gegen die Edmonton Oilers. Unser Team
war völlig von der Rolle und das Passspiel klappte gar nicht.
Zu Hause den Auftakt zu verlieren in eine neue Saison ist bitter
und wir dachten schon an harte Zeiten. Das Team zeigte aber Moral
und vor allem Marc Denis brachte uns bereits im zweiten Spiel wieder
in die Saison zurück.
Die
Saison ist ja noch lange, aber Chicago belegt bereits den dritten
Tabellenplatz. Überrascht?
Wie gesagt,
nach der Blamage im ersten Spiel wuchsen wir zusammen und steigerten
uns von Spiel zu Spiel. Das entscheidende daran ist sicherlich unser
gutes Kollektiv. Alle vier Reihen verfügen über hoffnungsvolle
Leute, welche immer mal gut sind für ein Tor. Dies ist sicher
unsere Stärke und wir nutzten diese maximal aus und stehen
auf einem vorderen Tabellenplatz.
Das
Ziel der Mannschaft ist ja bekanntlich das Erreichen der Playoffs.
Was muss sich noch ändern, damit dieses Ziel erreicht wird?
Es sind
ja erst 10 von 58 Spielen ausgetragen. Da kann sich noch viel ändern.
Jedoch hat man bereits gute Ansätze gesehen. Ich denke, dass
wir nicht viel ändern müssen. Unser Team lebt vom Kollektiv
und jeder einzelne Spieler weiss genau was er geben muss, damit
die Saison nicht nach der Regular Season zu Ende ist. Ich bin überzeugt,
dass wir es schaffen können, wenn die Einstellung und die Freude
am Hockey so bleibt.
Sie
spielten ja letzte Saison in Minnesota und kamen über Dallas
und Montreal zu den Blackhawks. Fühlen sie sich wohl oder wären
sie doch lieber in Minnesota geblieben?
Es war
eine hektische Offseason. Ich hatte ja einen Vertrag in Minnesota,
doch plötzlich kamen die Clubverantwortlichen auf mich zu und
teilten mir mit, dass ich via Montreal und Washington nach Dallas
getradet werde. Es war für mich natürlich eine Ehre beim
amtierenden Stanley Cup Sieger aufzulaufen. GM Martin setzte eigentlich
auch auf mich. Aber als er den Zuzug von Joe Thornton bekannt gab,
suchte er das Gespräch mit mir und machte mir klar, dass ich
keine Chance auf einen Platz in den ersten zwei Reihen haben werde.
Somit war für mich die Zeit in Dallas beendet und ich fand
mit Montreal eine Zwischenstation. Als ich dann hörte, dass
Chicago an mir Interesse hat, machte ich Druck auf GM Just und prompt
landete ich hier. Es reizte mich vor allem mit diesem äusserst
talentiertem und jungem Team eine Führungsrolle zu übernehmen.
Diese
Führungsrolle haben sie ja auch prompt bekommen. Wie kam es
dazu?
Kaum
war ich in Chicago angekommen, suchte GM Fischer sofort intensive
Gespräche mit mir. Er machte mir sofort klar, dass ich der
Chef auf dem Feld sein werde, der Leitwolf der Jungen. Ich war natürlich
mit dieser Rolle völlig zufrieden. In meinen etlichen NHL-Jahren
habe ich einiges an Erfahrung gesammelt und diese möchte ich
diesen jungen Hoffnungsträgern vermitteln. Ich wurde aus diesem
Grund auch vom Team zum Captain gewählt, was mich natürlich
äusserst stolz macht.
Gegen
Ende des Monats wurden sie immer stärker. Warum lief es zu
Beginn noch nicht so richtig?
Ich stiess
ja erst am 14. Oktober 2002 zum Team und verpasste den grössten
Teil der Vorbereitung in Chicago. Am Anfang lief es mir nicht wunschgemäss
und ich konnte noch nicht die wichtigen Impulse bringen. Seit ein
paar Spielen scheint unsere Linie (Samsonov, Yzerman, Calder) zu
harmonieren und wir produzieren etliche sehr gefährliche Aktionen.
Ich bin noch nicht am Maximum und hoffe auf noch bessere Spiele.
Vor allem in der Chancenauswertung bin ich mit mir noch gar nicht
zufrieden.
Im
Dezember stehen ja etliche schwere Partien auf dem Spiel. Welche
Chancen rechnen sie sich aus?
Wir können
sehr stolz sein auf unsere gezeigten Leistungen und es ist jetzt
wichtig daran anzuknüpfen und weiter mit Freude und Einsatz
die Spiele zu bestreiten. Es werden schwierige Spiele werden. Wir
spielen gegen das zweitplatzierte Colorado, gegen den Vizemeister
aus Florida und gegen Toronto, welche uns im Original Six Turnier
zweimal schlugen. Jedes Spiel erfordert von uns höchste Konzentration,
nur so können wir den einen oder anderen Punkt mitnehmen. Die
Liga ist dieses Jahr sehr ausgeglichen und jeder Punkt kann über
Playoffs oder Nicht-Playoffs entscheiden.
Danke
für das Interview und ich wünsch Ihnen und Ihren Kollegen
viel Glück in den bevorstehenden Spielen.
Danke!
25. November 2002
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