Kabelinternet erfordert einen rückkanaltauglichen Kabelanschluss.
Diese Bedingung müsste in Basel eigentlich jede
Fernseh-/Radio-Anschlussdose des ehemaligen Balcab-Netzes seit ihrer Installation
erfüllen. Genauso darf erwartet werden, dass die Signalqualität den
technischen Normvorgaben entspricht. Trifft beides zu, sollte eine
Internetverbindung problemlos aufgebaut werden können. Bestehen Zweifel an
der Rückkanal-Tauglichkeit oder der Signalqualität, sollten die nötigen
Verbesserungen normalerweise über den Hausbesitzer (oder die von ihm
beauftragte Verwaltung) angefordert werden. Dieser Weg muss insbesondere
dann eingehalten werden, wenn der Anschlusswillige eine andere oder eine
zusätzliche Anschlussdose montieren lassen will. Obwohl die
Elektroinstallateure solche Arbeiten natürlich gerne ausführen, sind sie
meist völlig unnötig. An einer Dose, an der bisher höchstens je ein Fernseh-
und ein Radioapparat angeschlossen waren, lässt sich auch ohne drittes
"Loch" unter Zuhilfenahme eines sogenannten Mehrgeräteverteilers die
Internetverbindung realisieren. Auch die Cablecom ist im 2010 dazu
übergegangen, bei Neuinstallationen und Änderungen wiederum Zweilochdosen
zu verwenden und liefert gleichzeitig (oder auf Bestellung) einen
passenden Verteiler mit.Genau so wenig
sinnvoll wie das seinerzeitige Beharren der Cablecom-Juristen auf der Nachinstallation von Dosen mit drei Löchern ist die Forderung, das Anschlusskabel zum Modem dürfe auf
keinen Fall verlängert werden. Ist
das Signal korrekt eingepegelt, liegen mehrere Meter durchaus drin;
natürlich wie auch beim Mehrgeräteverteiler unter der Voraussetzung, dass
dafür Material verwendet wird, das dem heutigen Stand der Technik
entspricht. Wer sich allerdings später beim Provider über eine gegenüber
den Vorgaben zu langsame Verbindung beklagen will, tut natürlich gut
daran, sich an die "Installationsvorschriften" zu halten. Sobald der/das
Modem sowohl an der Kabel- wie auch an der Elektro-Steckdose angeschlossen
ist, nimmt er/es unmittelbar seine Arbeit auf. Aber anders als die
herkömmlichen Telefon-Modems beschränkt sich diese nicht nur auf das
Mod-ulieren und (D)em-odulieren des Signals. Vielmehr werden eine Vielzahl
von administrativen Aufgaben abgewickelt. Cablecom - wie auch viele andere Anbieter - liess deshalb
bisher die Verwendung von Fremd-Modems nicht zu
und empfiehlt auch, die zur Verfügung gestellten Modems immer
eingeschaltet zu lassen, weil ein Neuaufstarten jeweils einige Zeit
beansprucht..
Es ist natürlich ohne Weiteres möglich, an
den Ethernet- oder USB-Ausgang der Kabel-Modems direkt einen Computer
anzuschliessen. Viele Gründe, vor allem auch solche der Datensicherheit,
sprechen aber gegen ein solches Vorgehen (auch wenn es zurzeit sicher noch
kein Vergehen ist, aber das durchaus einmal noch werden könnte).
Wer es trotzdem tut, sollte sich
zumindest durch das Abschalten
potentiell gefährlicher Windows-Dienste - oder halt
mit einem Software-Firewall -
schützen, wenn sein Computer am Kabelnetz länger als wenige Minuten
funktionsfähig bleiben soll.
Das Gerät, das stattdessen schon jetzt immer
zwischen Modem und Computer geschaltet werden sollte, wird meistens als
Router bezeichnet, obwohl es in der
Regel viel mehr kann, als sein Name aussagt (den man übrigens sowohl
zivilenglisch als "Ruuter" oder militäramerikanisch als "Rauter"
aussprechen darf). Was kann denn idealerweise (unter anderem) ein solches
Ding alles :
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als eigentlicher Router organisiert es ein eigenes lokales Netzwerk für die
angeschlossenen Computer (bis zu 253, aber es macht auch nichts, wenn es nur
einer ist)
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als Gateway stellt es die Verbindung aller angeschlossener Computer
zum übergeordneten Netz (also zum Internet) sicher |
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als DHCP-Server verteilt es auf Wunsch jedem angeschlossenen Computer
eine eigene lokale IP-Adresse (wenn man das nicht selbst tun will) |
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als DHCP-Client fordert es vom übergeordneten Netz eine IP-Adresse
an; dabei wird in der Regel seine MAC-Adresse anstelle derjenigen des
Computeranschlusses im Modem gespeichert (kann aber meistens auch nach Belieben
verändert werden) |
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als Firewall schützt es die angeschlossenen Computer gegen Angriffe
aus dem Internet (lässt aber bei Bedarf auch einzelne klar definierte
Protokolle für bestimmte Computer zu)
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als VPN-Pass-Through ermöglicht es die Verbindung von VPN-Clients mit
Firmen-Netzwerken für mit solchen Clients ausgerüstete Computer
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als Domain-Blocker gestattet es beispielsweise Eltern die Sperrung
von einzelnen Internet-Domains, um ihre Kinder von ungeeigneten
Internetseiten fernzuhalten |
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als Switch lässt es den direkten Anschluss von (meist) vier Computern
über Ethernet-Kabel zu, ohne dass man dafür einen separaten Switch oder
Hub erwerben muss (wobei man bei einzelnen Modellen den Netzzugang mittels
Einspeichern der MAC-Adressen der Ethernet-Adapter freigeben muss) |
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als ein-/ausschaltbarer Wireless Access Point (heute natürlich
mindestens nach Standard G -
also korrekt 802.11g mit 100 oder mehr Megabit pro Sekunde - und mehreren Varianten für die
Datenverschlüsselung) bindet es zusätzlich einige Computer kabellos in das
eigene lokale Netzwerk ein (wobei man selbstverständlich mittels
Einspeichern der MAC-Adressen der notwendigen Wireless-Adapter den Netzzugang auch
beschränken kann ... und natürlich auch soll !!) |
Wer nun glaubt, dass ein solches "Universal"-Gerät
unerschwinglich ist, täuscht sich. Aktuell (Juni 2011) gibt es
solche Router mit all diesen Eigenschaften (teilweise samt der für einen
Laptop draussen im Garten allenfalls notwendigen Adapterkarte) bereits für
rund 80 Franken. Dies entspricht etwa einem Zwölftel des Preises vor
zehn Jahren für die damals im Wireless-Bereich noch 15 mal (gegenüber dem
aktuellen Standard N gar rund 30 mal) langsameren
Produkte. Aber Achtung: Wie man in verschiedenen Internet-Foren
nachlesen kann, leisten nicht alle Geräte das von ihnen Erwartete. Manche
sind nicht in der Lage, die heutigen höheren Internetgeschwindigkeiten zu
unterstützen. Bei
anderen ist bereits vor der Inbetriebnahme ein erster Upgrade der Firmware
dringend erforderlich. Aber auch dann noch ist ihre Betriebssicherheit
nicht über alle Zweifel erhaben. Wer sich das nicht zumuten möchte,
leistet sich entweder ein halt etwas teureres Gerät oder verzichtet auf
die verlockenden Spitzenwerte beim Betrieb. Zumindest bei den grösseren Verkaufsgeschäften
findet man aber kaum mehr eigentliches "Alt"-Material
in den Regalen - und wenn schon, sind die Preise für Vorvorjahresmodelle
deutlich nach unten korrigiert worden.
In nächster Zeit könnte es allerdings
sein, dass die "upc cablecom" - wie sie sich nun nennt - allen
Kunden solche Entscheidungen aber abnimmt. Bei einzelnen neuen Angeboten
ist sie bereits dazu übergegangen, passende Modems mit integriertem
Router zur Verfügung zu stellen. Das machen die Provider, die Internet
über die Telefondrähte anbieten, schon seit langem so. Allerdings ist bei
diesen nur das einfachste Modell bei der Erstinstallation kostenfrei in
den eigenen Shops und im freien Handel erhältlich. Und wer weiss,
vielleicht wird sich künftig auch "upc cablecom" dieser Praxis
anschliessen ...
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