ふえい      
Anime – Die Welt der japanischen Animationsfilme

 

III Was macht Animes so speziell?

Es gibt viele Gründe, weshalb sich Animes von anderen Zeichentrickfilmen so stark unterscheiden. Wenn man einen Anime mit einem Trickfilm aus dem Westen vergleicht, fallen einem meistens die großen Augen der Animecharaktere auf. Stilistische Unterschiede sind also von entscheidender Bedeutung.


3.1 Stilistische Unterschiede


Während beispielsweise die klassische europäische Theaterkunst darauf basiert, alles möglichst wahrheitsgetreu darzustellen, sind die Japaner bestrebt, alles so zum Publikum rüberzubringen, dass dieses gezwungen ist, sich ein persönliches Bild vom Geschehen zu machen. Diese Kunst, den Zuschauer direkt am Geschehen teilnehmen zu lassen, ist nicht zusammen mit den Animationsfilmen aufgekommen, sondern existiert in Japan schon seit Jahrhunderten.
Ich möchte meine Aussage an einem Beispiel erläutern: Auf vielen alten japanischen Holzgemälden ist diese Art der “interaktiven“ Kunst ebenfalls zu sehen. Es kommt häufig vor, dass der Künstler auf einem Gemälde z.B. einen Drachen darstellt und rund um diesen Drachen dann ganz viele dünne Streifen zeichnet. Diese Streifen sollen dann den Eindruck erwecken, dass es auf dem Bild mehrere Drachen gibt. Der Betrachter kriegt also in Wirklichkeit mehr zu sehen, als auf dem Bild wirklich dargestellt ist, da es ihm erlaubt wird, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen.
Der Unterschied zwischen solchen Bildern und einem Anime ist, dass sich in Animes das Bild bewegt. Anime ist also eine Kunst, dessen Wurzeln tief in der japanischen Kultur liegen.
Die Unterschiede begrenzen sich jedoch nicht nur auf den Stil, sondern sind auch auf den unterschiedlichen Konkurrenzkampf zurückzuführen.

 

Der Hintergrund dieses Bildes besteht aus einigen dunklen Streifen; kombiniert mit
dem Strauch auf dem Vordergrund des Bildes
entsteht der Eindruck, dass sich die
Vögel in einem großen Wald befinden.

Eine Szene aus Saint Seiya. Die Stadt erscheint viel größer als sie eigentlich ist, da sie hinter dem Hügel hervorschaut. Der Fluss und der See, die hinter den Bergen verschwinden und der Nebel im Hintergrund lassen die Szenerie viel größer erscheinen.

 

3.2 Dramaturgische Unterschiede

Wie schon in Kapitel 3.1 erwähnt, besteht der Unterschied zwischen dem traditionellen europäischen und japanischen Drama darin, dass man bei uns versucht, die Handlung möglichst real darzustellen und den Zuschauer von der Echtheit des Geschehens zu überzeugen. Dadurch wird dessen Einfühlungsvermögen so verstärkt, dass er zwischen Wirklichkeit und Fiktion nicht mehr unterscheiden kann.
Beim japanischen Drama hingegen wird der Zuschauer immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass das Geschehnis nicht echt ist. Durch diese Distanz wird dem Zuschauer die Gelegenheit geboten, die gezeigten Vorgänge kritisch zu beobachten und sich Gedanken darüber zu machen.
Bertold Brecht, der sich lange Zeit mit der asiatischen Dramaform beschäftigt hat, bezeichnet diesen Effekt als “Ästhetische Distanzierung“ oder als “Verfremdungseffekt“ (V-Effekt). Er gilt als Einführer dieser Kunstform im deutschsprachigen Theater.
Brecht versuchte z.B. durch den Einsatz folgender Mittel, diesen Verfremdungseffekt zu erreichen:
-  "Distanz der Schauspieler zu ihrer Rolle: Die Schauspieler sollen sich nicht in die dargestellte Figur verwandeln,     sondern sie zeigen, d.h. den Text “zitieren“ und auch das Verhalten und die Handlung der Figur zitieren."¹
-  "Einsatz Epischer Mittel: Titel und Inhaltsangaben werden dem Zuschauer oft durch Projektionen sichtbar gemacht.     Sie sollen ihm die Spannung auf den Inhalt nehmen und sein Interesse auf das “Wie“ der Handlung lenken. Sie     kommentieren auch. In manchen Stücken tritt ein auktorialer Erzähler auf der Bühne auf, der auch Regieanweisungen     gibt."²
- "Lieder, Musik: Brecht baute die Handlung unterbrechende Lieder in seine Dramen ein, die kommentieren,     resümieren, reflektieren. Dabei wird eine andere Beleuchtung eingeschaltet, der Musikeinsatz deutlich gezeigt: die     "Künstlichkeit" des Singens auf der Bühne wird gezeigt."³
Da Anime ebenfalls eine Form japanischer Dramen sind, trifft man diese Effekte oft auch in denselben an.


3.3 Konkurrenzunterschiede zwischen West und Ost

Ein Unterschied zwischen der japanischen und der westlichen Animationsindustrie ist die große Anzahl der Animationsstudios in Japan, von denen viele bei den größeren Studios unter Vertrag stehen. Der Konkurrenzkampf ist dadurch ziemlich groß. Japan besitzt auch eine extrem große Comicindustrie (Mangaindustrie), die um einiges größer ist, als die Animationsindustrie. Daher ist es auch kein Wunder, dass über 50% des Papierverbrauchs in Japan der Mangaindustrie zugerechnet wird. Mangas sind eine große Quelle für Animegeschichten. Wenn ein Animationsstudio einen erfolgreichen Manga umsetzt, ist die Aussicht auf den Erfolg des Animes recht groß, weil man dann schon von Anfang an ein großes Publikum besitzt.
In Westen hingegen gibt es nur einige wenige Studios, die den Markt gänzlich dominieren: Disney, Fox und Warner Brothers. Der Wettbewerb ist also weniger groß. Die westlichen Zeichentrickfilme beruhen praktisch alle schon seit Jahrzehnten auf dem gleichen Prinzip und sind daher recht eintönig. Diese Produkte sind zwar nicht schlecht, aber alles andere als innovativ. In Japan begeben sich die Studios immer wieder auf Neuland, um konkurrenzfähig zu bleiben.


3.4 Sex und Gewalt in Animes

Immer wieder kritisieren im Westen die Zuschauer den hohen Anteil von Sex und Gewalt in japanischen Animationsfilmen und behaupten, dass diese einen schlechten Einfluss auf die hiesige Jugend haben. Man darf jedoch nicht vergessen, dass es sich bei solchen Animes nicht unbedingt um einen repräsentativen Teil des Gesamtangebots handelt.
Obwohl die Japaner seit Generationen Comics mit übertriebenen Sex- und Gewaltdarstellungen lesen, und zuvor Jahrhunderte lang Holzschnitte mit ähnlichen Darstellungen konsumierten, ist Japan eines der sichersten Länder der Welt mit einer niedrigeren Verbrechensrate als Amerika, Deutschland, Frankreich oder England. Gleichzeitig hat Japan eine größere Aufklärungsrate von Verbrechen, die tatsächlich begangen werden. Zusätzlich sanken beide Raten während der Periode, in der die Popularität der Animes und Mangas erst richtig aufkam. Diese Senkung der Gewalttaten zu dieser Zeit erklärt man sich wie folgt:
Animes und Mangas bieten ihren Lesern und Zuschauern die Möglichkeit, in ihrer Fantasie alles auszuleben, was sonst nicht möglich ist. Von Gewalt- und Sexfantasien zu solchen des persönlichen Erfolges, von romantischen Träumen über wilde Slapstickabenteuer bis hin zur Rückkehr in eine sorgenfreie, unbeschwerte Kinderwelt. Sie ermöglichen also auf Wunsch eine Flucht in eine andere Welt. Erleichtert wird dies, weil Mangas im Gegensatz zu anderen Medien überall mitgenommen werden können und jederzeit zugänglich sind. Sexistische, brutale und “gewaltverherrlichende“ Animes und Mangas dienen also primär nicht der Gewaltprovokation, sondern vielmehr dem Stressabbau. Der Mensch sucht sozusagen nach sinnvoller Kanalisierung seiner Aggressionen, deren Unterdrückung erst recht zur Eskalation führen kann.
Zugegeben, die unterschiedliche gesellschaftliche Situation in Japan verstärkt natürlich den Unterschied zwischen Realität und Fiktion. Für einen Schüler in Japan ist die Vorstellung, seinen verhassten Lehrer umzubringen, nichts anderes als eine Fantasie. Die Stabilität der japanischen Gesellschaft gibt ihm Rückhalt, sich ohne weiteres auch solchen Träumen hinzugeben. Ein Schüler in Amerika und in zunehmender Masse auch in Europa hat aber unter Umständen leichter die Möglichkeit, diese Fantasie in die Tat umzusetzen.
Das Problem liegt hier nicht bei einem Medium, welches ihm sogar gestattet, seinen Frust auszuleben, ohne andere tatsächlich zu verletzen, sondern es liegt eher bei der Gesellschaft selbst, die als Sündenbock für die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Probleme harmlose Unterhaltungsmedien nimmt.


3.5 Story und Charaktere

Das Spezielle an den Geschichten ist, dass man das Ende meistens nicht voraussagen kann und dann völlig überrascht ist. Immer wenn ich eine Serie schaue, versuche ich, so viele Alternativen wie möglich für das Ende zu erfinden. Bis jetzt ist aber noch nie eine eingetroffen. Als weiteres Merkmal erwähnen kann man, dass es nicht unüblich ist, dass einer der Hauptcharaktere stirbt, seine Freunde verliert oder an einem Vorhaben scheitert.
Meiner Meinung nach sind auch die japanischen Charaktere viel komplexer als die westlichen und haben oft sogar genug Eigenschaften, um sie einer ausführlichen Analyse zu unterziehen. Darum ist es auch nicht selten der Fall, dass viele Bösewichte auch ihre guten Seiten haben oder Helden Sünden begehen, die sie im Nachhinein meistens bereuen.
Animecharaktere tendieren auch oft dazu, ihre Gefühle mit Taten statt mit Worten zu zeigen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Anime Berserk: Als Gattsu und Casca mitten in der Nacht von einer halben Armee angegriffen werden, verhilft er Casca mit der Begründung zur Flucht, dass er sie nicht kämpfen lassen will, weil sie krank ist. In Wirklichkeit tut er das aber, weil er sie liebt.


3.6 “Japanenglisch“

Es ist immer wieder lustig, englische Wörter oder Sätze in Animes zu hören, da entweder der Gebrauch oder die Aussprache völlig falsch sind. In der japanischen Sprache gibt es recht viele Wörter, die aus dem Englischen (manchmal auch aus dem Deutschen, seltener dem Französischen) übernommen und dem Japanischen angepasst wurden. Dabei unterscheidet sich die Bedeutung des Wortes meist vom ursprünglichen Sinn. Es gibt in Japan beispielsweise Herzchen, die man jemandem, den man liebt, schenkt. Diese Herzchen heißen “Airabiyu“ (I love you).


3.7 Visuelle Merkmale

Bei Animes würden sich die Charaktere bei den stark stilisierten Gesichtern sehr ähnlich sehen. Deshalb sind die Frisur, die äußere Kontur oder die Augen das wichtigste Mittel, um sie voneinander zu unterscheiden ohne lang nachdenken zu müssen.
Aber auch Gemütszustände werden manchmal durch visuelle Effekte dargestellt. So wird die Nervosität eines Charakters häufig durch einen übergrossen Schweißtropfen dargestellt.
 
   Schweißtropfen – Der Charakter rechts muss wohl  gerade etwas Peinliches miterleben.

3.7.1 Augen

  Animeaugen sind nicht nur groß, sondern sehen auch nicht gerade besonders   asiatisch aus. Einige behaupten, dass die Japaner gerne große Augen   zeichnen, weil sie selber kleine Augen haben. Diese Aussage mag in gewisser   Hinsicht sogar stimmen, denn eine der häufigsten Schönheitsoperationen in   Japan ist die Umwandlung von asiatischen Augen zu “großen“ europäischen   Auge.
  Der wahre Grund ist aber, dass sich mit Hilfe der Augen die Gefühle der   Charaktere wie Freude, Trauer, Hass oder sogar schwieriger   auszudrückende Gefühle wie Neid, gut darstellen lassen. Grosse Augen sind   ebenfalls dazu da, die Unschuld eines Charakters zu zeigen. Deshalb haben   jüngere Charaktere auch meist größere Augen als Erwachsene. In Ranma ½   haben  die  beiden  Hauptcharaktere  Ranma und Akane  große Augen,  doch
  Was diese Person wohl gerade verspürt? Augen
  können sehr viel über den Gemütszustand eines
  Charakters aussagen.
die Augen ihrer Eltern sind ganz normal. Auch Kuno, einer der Feinde Ranmas hat keine großen Augen. Dies hat aber nicht nur damit zutun, dass er älter als Ranma ist, sondern auch weil er eine böse Seite hat und ständig etwas im Schilde führt.
Schließlich gibt es aber auch Charaktere, die ihre Augen praktisch die ganze Zeit geschlossen haben. Ich kann mir dieses Phänomen eigentlich bis heute nicht erklären. Otohime Mutsumi aus Love Hina hat ihre Augen über alle 26 Episoden hinweg immer geschlossen. Da sie eigentlich ein ziemlich niedlicher Charakter ist, könnte ich mir aber vorstellen, dass man mit den geschlossenen Augen diesen Eindruck verstärken möchte. Wieso haben dann aber auch viele ältere Personen geschlossene Augen? Dies wird mir wohl für immer ein Rätsel bleiben.


3.7.2 Haare

(Aus Animania, Ausgabe 35. => IX Literaturverzeichnis)

Die Haarfarben, die den Charakteren zugeordnet werden, spielen eine beträchtliche Rolle bei der Charakterisierung einer Figur. Unbewusst verbindet der Zuschauer nämlich bestimmte Eigenschaften mit den verschiedenen Farben. Die Bedeutung der Haarfarben ist meistens von der chinesischen Farbsymbolik, manchmal aber auch von der westlichen geprägt. Dies muss natürlich nicht immer zutreffen.

 

Schwarze/Braune Haare
 
In Japan und allen anderen ostasiatischen Ländern haben die Leute praktisch nur schwarze Haare, daher werden solche ebenfalls in den Anime als „normal“ betrachtet. In Serien, die in einem eher realistischen Stil gehalten sind, wie beispielsweise City Hunter, Serial Experiments Lain oder Witch Hunter Robin haben der Grossteil der Charaktere schwarze oder braune Haare. Schwarze Haare weisen nicht nur auf Normalität und “Japanisch-Sein“ hin, sondern auch auf eine Verbundenheit mit Traditionen und Werten. So werden z.B. Shinto-Priesterinnen wie Sakura aus Urusei Yatsura mit schwarzen Haaren dargestellt. Schwarzhaarige Charaktere neigen auch oft zu Ernsthaftigkeit und was die Liebe angeht, zählen sie oft zu den “Spätentwicklern“, wie z.B. Shinji aus Neon Genesis Evangelion.
Braunhaarige  Charaktere sind  zwar auch  “normal“ und  neigen zu einer  eher
    Ein Charakter aus Witch Hunter Robin. Braune
    Haare symbolisieren oft Normalität und
    Ernsthaftigkeit.

ruhigen bis passiven, zurückhaltenden Art, sind jedoch dabei häufig viel sanfter (z.B. Belldandy aus Ah! My Goddess).


Blonde Haare

Blonde Haare kommen sehr oft in “nicht-realen“ Animes vor. Die für Japaner ungewohnte Haarfarbe, dazu das Setting – meist in einem fernen Land oder einer vergangenen Zeit – befreien die Charaktere von den Konventionen und Zwängen der japanischen Gesellschaft, machen die Geschichte zu einem Märchen, das teilweise auf die eigene Welt übertragbar ist – aber eben nur teilweise.
Natürlichkeit sowie Stärke, innere Reinheit und Unschuld, die nicht selten auch mit einem deutlichen Maß an Naivität gepaart ist, sind die wichtigsten Eigenschaften blonder Animecharaktere. Die Farbe Gelb oder Gold wurde schon im alten China mit Wärme, Leben, der Sonne und ihrer lebensspendenden Kraft, aber auch der Erde und der Natur in Verbindung gebracht.

 

Rote Haare
 
  In Japan gilt Rot als Farbe der Sonne und des Feuers und drückt damit Vitalität, die   Essenz des Lebens, aus. Rothaarige sind in der Regel aktiv bis aggressiv, als Mädchen   häufig burschikos und besitzen nicht selten ein aufbrausendes Temperament und einen   gewaltigen Dickschädel. Lina Inverse aus Slayers ist wohl das beste Beispiel dafür. Oft   handelt es sich dabei um geborene Einzelgänger/-innen, die nur eine große Leidenschaft   in ihrem Leben kennen.
Die temperamentvolle Lina Inverse
aus Slayers.

 

Grüne Haare

Grünes Haar ist bei Animes eher selten zu finden. Und wenn, dann meist bei Außerirdischen oder Wesen aus anderen Welten (z.B. Lum aus Urusei Yatsura). Grünhaarige Charaktere erweisen sich als extrem zuverlässig und loyal; so sehr, dass sie ohne weiteres dazu bereit sind, für die betreffende Sache/Person andere oder sich selbst zu opfern. Wie die blauhaarigen neigen sie ein bisschen dazu, als Einzelgänger/-kämpfer aufzutreten und sich zu isolieren (wenn auch nicht ganz so extrem).

 

Rosa Haare
 
Ein harmloses, oft kindliches Äußeres, hinter dem gewaltige Kräfte oder eine dunkle Seite verborgen liegen, finden wir häufig bei Charakteren mit rosa Haaren. Sie zeichnen sich häufig durch einen starken Willen und ein naives Auftreten aus.
 




                                                                                               Hasegawa Chaco aus Cosplay Complex strahlt durch
                                                                                               ihre rosafarbenen Haare ein kindliches Aussehen aus.


Blaue Haare

  Blaues Haar wird gelegentlich als besondere Schattierung von schwarzem verwendet, geht   aber häufig auch ins grüne über: Charaktere mit blauen oder grünen Haaren werden nicht   selten alternativ mit grünen bzw. blauen Haaren dargestellt, was einfach damit zusammenhängt,   dass das japanische Wort für blau, “aoi“ sowohl grün als auch blau bedeutet. Die mit den   Farben blau und grün verbundenen Vorstellungen gehen also teilweise ineinander über.
  Blaues Haar suggeriert vor allem Kühle, Unnahbarkeit, oft auch Einsamkeit oder Fremdheit.   Rei Ayanami aus Neon Genesis Evangelion verkörpert praktisch alle diese Eigenschaften in   sich.

   Rei Ayanami aus Neon Genesis Evangelion:
   Kühler und unnahbarer geht es kaum.

 

Violette Haare

Purpur war schon immer schwer zu gewinnen und dadurch ein teurer Spaß, der den Reichen vorbehalten blieb – im Osten wie im Westen. Etwas Besonderes eben. Man findet deshalb im Anime violette Haare häufig bei Charakteren von vornehmer Geburt oder in gehobener Position, mit einer ruhigen, zurückhaltend-vornehmen Art.
Es kann auch sein, dass die Charaktere selbst von einer mysteriösen Aura umgeben sind – sie wissen oft mehr, als sie zugeben oder stehen im Mittelpunkt eines Geheimnisses.

 

Weiße Haare
 

Charaktere mit weißen, gewöhnlich lang getragenen Haaren werden fast immer mit anderen Sphären oder Dimensionen verbunden. Sie besitzen meist eine große, verborgene Macht. Im alten China galt Weiß als die Farbe des Gewaltigen, Übernatürlichen, des Tages, der Sterne und des Mondes. Es ist eine recht seltene Haarfarbe und meist nur bei (Halb-)Göttern, besonders starken Kriegern oder außergewöhnlichen Persönlichkeiten vorzufinden.

 



                                                                               Inuyasha: Seine weißen Haare weisen darauf hin,
                                                                               dass in ihm eine große Macht verborgen liegt.

 

 


いぜん           ほむ           ねくすと