7. Tag: Port Hedland - Broome

Freitag, 14. Mai 99

Wir nehmen endgültig Abschied von "Kermit" und seiner Crew. Am Vorabend haben wir bereits die Engländer vom Brits Bushcamper neben an genervt, weil wir noch lange in die Nacht hinein diskutiert haben. Eine lange Fahrt steht uns bevor: über sechshundert Kilometer sind nach Broome zurückzulegen. In den meisten Reiseführern wird diese Fahrt als langweilig und öde dargestellt, was sie aber meiner Meinung nach nicht ist. Ich kenne wenige Orte auf dieser Welt, wo ich soviel offene Landstrasse am Stück geniessen kann. Nur unterbrochen von zwei Roadhouses und einigen Abzweigungen zu Campingplätzen. Gelangweilten steht die Wahl immer noch offen auf einem dieser Zeltplätze eine Übernachtung einzuschalten.

Die Fahrt verläuft ohne grössere Zwischenfälle ausser das Markus versehentlich eine Schlange überfährt. Ihr wurde zum Verhängnis, dass sie genau gleich aussah wie ein Schatten der am Strassenrand stehenden Eukalyptus Bäume.

In Broome leisten wir uns wieder einmal ein richtiges Bett im Roebuck Bay Motel Hotel. Nach einer Pizza wollen wir noch ein bisschen das Nachtleben geniessen. Die vielen betrunkenen Aborigines in den Strassen finde wir aber etwas ungemütlich. Wir merken bald, dass der beste Platz in unserer eigenen Hotel Bar ist, wo ein ein gutes Blueskonzert geboten wird. Ich bin immer wieder beeindruckt wieviele talentierter Musiker Australien zu haben scheint. Ich habe in diesem Land eigentlich noch nie ein schlechtes Konzert gesehen.

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P. Christener