Eisenerzabbau Untertag

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Der Eisenerzabbau untertags ist stark automatisiet. Die meisten in der Grube arbeitenden Leute sind in unterirdischen Werkstätten zur Wartung der Anlagen tätig. Nur wenige bedienen die ferngesteuerten Produktionsmaschinen.

Die Einfahrt in die Grube erfolgt mit gewöhnlichen PWs auf einer Strasse, die sich spiralförmig in die Tiefe windet. Die Umweltbedingungen untertags sind manchmal wesentlich angenehmer als an der Oberfläche, denn es gibt weder Moskitos noch tiefe Temperaturen. Die Temperatur ist bei ca acht Grad konstant.

   
  Von der Seite werden Richtstollen in den Eisenerzkörper getrieben. Mit ferngesteuerten Bohrwerken werden fächerförmig mehrere ca zwanzig Meter lange Bohrlöcher in die Decke getrieben und mit Flüssigsprengstoff aus eigener Produktion gefüllt. Jede Nacht um halb Zwei erfolgt die Zündung der vorbereiteten Sprengungen.
     
 

Am nächsten Tag wird das losgesprengte Erz in den Richtstollen mit elektrisch betriebenen Radladern zu Absturzstellen transportiert. Die Energieversorgung dieser Fahrzeuge erfolgt über ein Kabel, das am Heck von einer Trommel abgewickelt wird. Um eine bessere Traktion zu erreichen sind die Reifen mit Wasser gefüllt.

Die Radlader sind ebenfalls ferngesteuert. Sie finden selbstständig den Weg von der Ladestelle zur den Absturzschächten, entleeren dort die Transportschaufel und fahren wieder zur Ladestelle zurück. Dort wartet das Fahrzeug auf die Komandos eines Arbeiters der Leitwarte, welcher mit Joystickbedienung und Videoüberwachung die Schaufel des Radladers bedient. Sobald die Schaufel wieder gefüllt ist, tritt das Fahrzeug seine nächste Fahrt zur Absturzstelle an.

Die Automatisierung der Radlader ermöglicht, das ein einziger Fahrer gleich drei Fahrzeuge auf einmal bedienen kann und sich nur auf den komplizierten Ladevorgang konzentrieren muss. Die Rest der Arbeit bewältigt die Technik.

     
  Das von den Radladern in die Absturzschächte geworfene Material wird an deren unteren Ende auf ferngesteuerte Züge verladen, welche das Erz zur Brechanlage führen. Das zerkleinerte Material wird in Förderkörbe verladen, welche mit einer Geschwindigkeit von vierzehn Metern pro Sekunde das Erz ans Tageslicht befördern.
     

Die Fotos auf dieser Seite wurden in der Besuchergrube in Kiruna aufgenommen. In einer aufwändigen Art wird hier Einblick in den Eisenerzabbau gegeben. Viele ausgediente Maschinen können betrachtet werden. Bohrmaschine und Radlader werden sogar im Betrieb vorgeführt.

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Zusammengestellt von P. Christener