Kiruna im Herbst
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Zu Beginn des Septembers war es
vorerst noch nicht kalt und dunkel. Der Tag began bereits
um drei Uhr morgens und die Nacht brach erst gegen elf
Uhr abends herein. Angenehme Temperaturen um zwanzig Grad
und mehr haben uns empfangen. Die oft erwähnte
Moskitoplage hat sich in Grenzen gehalten, vorausgesetzt
man war bereit sich von den exponierten Stellen z.B.
zuoberst auf einem Hügel zu entfernen. Die mächtig weite, grünbraune Landschaft Lapplands faszinierte mich. Einmalige Kompositionen aus Birken, Moos, Wasser, Berge und stahlblauem Himmel präsentieren sich im Licht der tiefstehenden Sonne. Hier ein Foto von der Strasse nach Narvik (Schweden) welche einem grossen See entlang führt. |
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| Ich wohne in einer kleinen Holzhütte auf
dem Zeltplatz. Die Schweden nennen diese kleinen, meist
roten Holzhütten "Stüga". Sie sind sehr
beliebt als Wochenendhäuschen und sind überall in der
Landschaft zu sehen. Meine Stüga hat einen Raum mit
Bett, Tisch, Fernseher, Kochnische und separatem Bad /
WC. (Ich räume übrigens selten auf, auch nicht für die
Fotos.) Auf dem Zeltplatz dienen die Stügas als günstige Unterkünfte. Im Sommer bewohnen sie Touristen, in der Zwischensaison sind sie meist leer bevor sie im Winter von Langlauf-Sportlern aus aller Welt bewohnt werden, die sich auf die kommende Saison vorbereiten. |
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Die Frage stellt sich natürlich
sofort, was die Leute in Kiruna machen, wenn sie nicht am
Arbeiten sind. Man kann Fischen, Jagen, Wandern,
Langlaufen, Schneetöfffahren, Moto- oder Autocrossfahren
und natürlich den "angeschriebene" Häuser
nachgehen. Auf dem Bild die "3nd Bar". Wir haben zu Beginn lange gerätselt, wieso dieses Lokal so heisst. Die Lösung: 3 heisst in Schwedisch "Tre". Wenn man jetzt alles zusammenliest, heisst es "Trend Bar", was schon mehr Sinn macht. Weiter gibt es noch den Cafrey's Corner (Pizza und Italienisches Essen), den Chinesen (zusätzlich auch noch Pizza), das Mat & Mupf (= Speis und Trank). Zusätzlich gibt es auch die Disko "Aran" und diejenige im Hotel Ferrum. Alkohol ist in Schweden ziemlich teuer. Das Glas Bier kostet ungefähr zehn Franken. Beim auch nicht gerade günstigen Essen ist immer wieder "Renskav" gefragt: ganz dünn geschnittenes Rentierfleisch an einer Rahmsauce, serviert zusammen mit Kartoffelstock oder Teigwaren. Sehr lecker ! |
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Zusammengestellt
von P. Christener