Mount Dare Homestead

18. Juli 2000

[< Old Ghan Line] [Simpson Desert >]

Auf dem Weg zum Mount Dare Roadhouse passieren wir zuerst die Finke Aboriginal Community. Dieser Ort wurde bei einer Ausweichstation der Old Ghan Line gegründet und hatte früher eine weisse Wohnbevölkerung. Mit der Einstellung des Bahnbetriebes zogen sich die Weissen langsam zurück. Heute ist der Ort unter Verwaltung der Aputula Aborignies.

Kurz vor Finke sehen wir die Zieleinfahrt und der Campingbereich der alljährlich hier Station machenden Outback Rally. Im Dorf selbst wollten wir eigentlich den Landcruiser von Bruce betanken. Niemand scheint aber für die Tanksäule zuständig. Obwohl sehr viele Leute auf der Strasse sind, will uns niemand weiterhelfen. Die vielen bettelnden Kinder erinnern mich an Indien. Als wir festgestellt haben, dass Bruce noch genügend Diesel für die Fahrt bis nach Mount Dare hat, beschliessen wir weiter zu fahren.

Ausserhalb von Finke treffen wir auf eine Gruppe von Leuten mit Geländewagen. Sie sind der Begleittross eines Kamelreiters, der für wohltätige Zwecke in der Wüste unterwegs ist. Wir spenden etwas Geld und fahren weiter.

Nach etwa zehn Kilometer treffen wir tatsächlich auf Kamel und Reiter. Wir halten an, so dass Laurenz eine Foto von mir und dem Kamelreiter machen kann.

 

  Beim Mount Dare Homestead machen wir Rast. Wir tanken den Wagen von Bruce auf und essen den empfehlenswerte Hamburger "The Lot".

Nach dem Homestead werden die Strassen immer sandiger. Wir halten Abstand von Bruce, damit wir nicht in seiner Staubwolke fahren.

Nach siebzig Kilometer erreichen wir die Dalhousie Springs. Das warme Wasser wirkt herrlich entspannend, ist aber auch schon etwas heiss zum baden. Wir sind froh, dass wir uns an alten Schläuchen von Autoreifen halten zu können, so dass wenigstens der Oberkörper manchmal aus dem Wasser schaut und etwas Wärme abgeben kann. Der kale Zeltplatz bei den heissen Quellen ist schon gut belegt, so dass wir beschliessen noch etwas weiter zu fahren.

Die Strasse zur Simpson Desert führt weiter nach Osten durch eine vegetationslose Steinwüste, wo in den tiefer gelegenen Gebieten viel Salz liegt.

Bei Purni Bore übernachten wir. Dieser artesische Brunnen wurde von den Erdölgesellschaften gebohrt. Das austretende Wasser ist etwa sechzig Grad heiss und stinkt schweflig. Wir geniessen den kühlen Abend am Lagerfeuer, während wenige Meter von uns entfernt ein Dingo Wasser aus einer Pfütze trinkt. In der Ferne ist immer wieder Donnergrollen zu hören, aber der Regen kommt zum Glück nicht zu uns. Am nächsten Tag brechen wir früh morgens zur Durchquerung der Simpson Desert auf.  

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  Verfasser: P. Christener
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